Was sind Seltenerdmagnete?
Definition
Seltenerdmagnete sind Permanentmagnete, die aus Legierungen von Seltenerdelementen bestehen. Seltene Erden sind eine Gruppe von 17 chemischen Elementen im Periodensystem, die aufgrund ihrer ähnlichen chemischen Eigenschaften oft gemeinsam vorkommen. Dazu gehören die 15 Lanthanoide, Scandium und Yttrium. Trotz ihres Namens sind Seltene Erden nicht wirklich selten, sondern in der Erdkruste relativ weit verbreitet. Allerdings kommen sie selten in hohen Konzentrationen vor, was ihre Gewinnung aufwändig macht.
Magnetische Seltene Erden
Neodym und Samarium verleihen Permanentmagneten ihre außergewöhnlichen magnetischen Eigenschaften als magnetische Werkstoffe. Sie zeichnen sich durch eine sehr hohe Koerzitivfeldstärke und Remanenz aus.
Arten von Seltenerdmagneten
- Neodym-Eisen-Bor (NdFeB)-Magnete: Die stärksten und am häufigsten verwendeten Seltenerdmagnete.
- Samarium-Kobalt (SmCo)-Magnete: Bieten eine hohe Temperaturbeständigkeit und sind daher ideal für Anwendungen in heißen Umgebungen.
Eigenschaften und Vorteile
- Extrem starke Magnetkraft: Seltenerdmagnete, insbesondere Neodym-Magnete, sind die stärksten permanenten Magnete, die derzeit verfügbar sind.
- Hohe Koerzitivfeldstärke: Das bedeutet, sie sind sehr widerstandsfähig gegen Entmagnetisierung.
- Kompakte Größe: Aufgrund ihrer Stärke können Seltenerdmagnete in sehr kleinen Größen hergestellt werden, was sie ideal für miniaturisierte Geräte macht.
- Vielseitige Anwendungen: Sie finden Einsatz in einer Vielzahl von Technologien, von Elektronik und Computern bis hin zu Elektromotoren und Windkraftanlagen.