Was ist die Permeabilität im Magnetismus?
Die Permeabilität ist eine physikalische Größe im Magnetismus, die beschreibt, wie gut ein Material ein Magnetfeld durch sich hindurch lässt oder verstärkt. Sie gibt also an, wie stark ein Stoff auf ein angelegtes Magnetfeld reagiert. Das Formelzeichen der Permeabilität ist μ (my).
Definition
Die magnetische Permeabilität ist definiert als das Verhältnis zwischen der magnetischen Flussdichte B und der magnetischen Feldstärke H:
μ = B/H
Dabei gilt:
- B: magnetische Flussdichte (Einheit: Tesla, T)
- H: magnetische Feldstärke (Einheit: Ampere pro Meter, A/m)
Permeabilität des Vakuums
Im Vakuum besitzt die Permeabilität einen festen Naturwert, die sogenannte magnetische Feldkonstante:
μ0 = 4π⋅10^(-7) " H/m"
Sie beschreibt, wie sich Magnetfelder im leeren Raum ausbreiten.
Relative Permeabilität
Für Materialien verwendet man häufig die relative Permeabilität μr. Sie gibt an, wie stark ein Material das Magnetfeld im Vergleich zum Vakuum beeinflusst:
μr = μ/μ0
μr = 1 → Material verhält sich wie Vakuum (z.B. Luft ungefähr)
μr < 1 → Material schwächt das Magnetfeld (diamagnetisch)
μr > 1 → Material verstärkt das Magnetfeld (paramagnetisch oder ferromagnetisch)
Bedeutung in der Technik
- Transformatoren
- Elektromotoren
- Spulen und Induktivitäten
- magnetischen Sensoren
- Luft
- Kunststoff
- Glas
- Kupfer
- Aluminium
- Edelstahl (austenitisch, z. B. V2A)
- Weicheisen
- Baustahl
- Siliziumstahl (Elektroblech)
- Nickel-Eisen-Legierungen (z. B. Mu-Metall)
- Ferrite (je nach Typ)