Was ist ein Elektromagnet?
Elektromagnete sind schaltbare Magnete, deren Haftkraft durch Anlegen einer Gleichspannung zu- und abgeschaltet werden kann. Das entstehende Magnetfeld resultiert durch die bewegten Ladungen des Stroms im Leiter. Die sich entwickelnden magnetischen Kräfte eines stromdurchflossenen Leiters erkannte als erstes der Physiker Hans Christian Oersted.
Funktionsweise
Die Bauform eines Elektromagneten ist meistens ein Stahltopf, in dem sich zentrisch ein Zapfen aus ferromagnetischem Stoff findet. Dieser Zapfen ist von lackiertem Kupferdraht umwickelt, der auch als Spule bezeichnet wird.
Wird eine Spannung angelegt, bildet sich um den Kupferdraht ein elektromagnetisches Feld. Dieses Feld wird durch den Stahltopf und den Stahlkern verstärkt und auf die Haftfläche der offenen Topffläche gelenkt.
Es entsteht ein Magnetfeld mit einem Pol jeweils auf der Ringfläche und dem Zapfen. Von Zapfen zur Ringfläche bildet sich bogenförmig das resultierende elektromagnetische Feld aus.
Bauform
Die Bauform eines Elektromagneten hat einen großen Einfluss auf seine Haftkraft. Hierfür gibt es mehrere Größen, die für das ausgehende Magnetfeld H wichtig sind:
- Länge der Spule: L
- Radius der Spule: R
- Strom in der Spule: I
- Zahl der Windungen der Spule: n
Berechnung
Anwendungsbereiche
- In der Elektrotechnik, zum Beispiel in Relais, Schaltern und Motoren
- In der Mechanik, zum Beispiel in Liften, Toren und Türen
- In der Medizin, zum Beispiel in Magnetresonanztomographen (MRT)